Simon N. Patten

Simon N. Patten


Simon Nelson Patten (1. Mai 1852 - 24. Juli 1922) war Ökonom und Direktor der Wharton School of Business an der University of Pennsylvania. Patten war einer der ersten Ökonomen, der einen Übergang von einer "Defizitwirtschaft" zu einer "Fruchtbarkeitsökonomie" vorschlug. Das heißt, er glaubte, dass es bald genug Wohlstand geben würde, um die Grundbedürfnisse der Menschen zu befriedigen, und dass die Wirtschaft von der Produktion zum Konsum wechseln würde. Patten studierte an der Universität Halle (1876-1879), wo er unter dem Einfluss von Johannes Conrad stand, einem Mitglied der Deutschen Schule für Geschichte, einer Gruppe von Ökonomen, die glaubten, dass Wissenschaftler ihre Erfahrungen nutzen sollten, um moderne soziale Probleme zu lösen. Seine deutsche Erfahrung stärkte seinen Glauben an soziale Reformen und geplante Veränderungen, aber im amerikanischen Kontext, dh Veränderungen und Reformen durch freiwillige Aktionen mit minimaler staatlicher Kontrolle. Nach mehreren Jahren Unterricht an Grund- und weiterführenden Schulen wurde Patten 1887 zum Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Wharton der University of Pennsylvania ernannt. Er hatte diesen wichtigen Posten bis 1917 inne, als ihn seine energischen Ansichten gegen den Krieg in Schwierigkeiten brachten er musste vorzeitig zurücktreten. Im Laufe der Jahre hat er 22 Bücher und mehrere hundert wissenschaftliche und populäre Artikel veröffentlicht. Die New Foundation for Civilization (1907), das Ergebnis von Vorträgen, die er 1905 an der New York School of Social Work hielt, war seine wichtigste Arbeit. Zwischen 1907 und 1923 wurden acht Ausgaben herausgegeben. Patten glaubte, dass dank neuer Technologien die Ressourcen der Erde ausreichen würden, um der westlichen Welt eine reichhaltige Wirtschaft zu bieten. Das heißt, es gab genug Wohlstand, damit jeder die richtige Ernährung, eine gute Grundausstattung und Kleidung erreichen und auch eine Ausbildung erhalten konnte, die den Arbeitsanforderungen der Branche entsprach. Was fehlte, war gruppensoziales Handeln, um diese gewünschten Ziele zu erreichen. Er hatte jedoch großen Einfluss auf die Politiker und Politiker der fortschrittlichen Ära. Sein Gedanke kann mit dem Gedanken seines Zeitgenossen Thorstein Veblen verglichen werden.